Samstag, 11. März 2017

Independence Day - Wiederkehr

ACHTUNG: Dieses Mal spoiler ich!

Die Aliens sind zurück und versuchen erneut, die Erde zu übernehmen. 20 Jahre sind auch in der filmischen Welt vergangen, was ich gut finde, weil die Schauspieler in dieser Zeit natürlich auch nicht jünger wurden - da können selbst Hollywoods beste Chirurgen nicht mehr mithalten.

Gut finde ich, dass der Kampf gegen die nach wie vor unbenannte Alienrasse von der nächsten Generation ausgetragen wird; einem Schauspieler Mitte 20 kann ich den Kampfpiloten einfach eher abnehmen als einem 60-Jährigen. (Das ist keine Diskriminierung!)

Leider ist das der einzige positive Aspekt für mich an Independence Day - Wiederkehr. Hier wurde zu sehr nach dem Motto "größer ist besser" gearbeitet: Die im ersten Film schon großen Raumschiffe wurden zusammengefügt zu einem Mutterschiff, welches gelandet circa ein Viertel der Erdoberfläche einnimmt. Auch die Erntekünigin - quasi die Anführerin dieses Alienplanetenschiffs - ist nicht nur deutlich größer als alle bisher gesehenen Exemplare dieser Spezies, sie hat zusätzlich einen Bioanzug, in dem man einen Wolkenkratzer verstecken könnte!

An dieser Stelle könnte man noch argumentieren, dass die Aliens 20 zuvor verloren hatten und nun eben "größere Geschütze" auffahren, damit sich diese Niederlage nicht wiederholt. Das könnte ich noch akzeptieren. Aber eine Erklärung für eine langweilige Liebesgeschichte und eine Rivalität zwischen zwei Piloten ist das nicht.
Die Liebesgeschichte ist gefühlt nur ein "notwendiges Übel", weil soetwas eben erwartet wird. Auf die Rivalität der Kampfpiloten wird nie eingegangen; man erfährt nur, dass die beiden schon kurz davor gewesen sind, sich gegenseitig umzubringen. Warum? Vielleicht dachten sich die Produzenten, dass sie das erst im nächsten Film erklären wollen, auf den ziemlich plump hingedeutet wird.

Fazit: Independence Day - Wiederkehr ist eine Fortsetzung, die nichts besser, aber vieles schlechter macht als das Original. Keine Empfehlung.

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